Erlebnispädagogische Sonderfahrt in die Pfadfinderhütte Kürten im April 2015

Am 27.4.15 starteten wir mit 4 Jungs im Alter von 10 bis 13 Jahren aus der HCSI zu einer einwöchigen, erlebnispädagogischen Maßnahme nach Wipperfürth ins Bergische Land.

Untergebracht waren wir in einer einfachen Pfadfinderhütte, abgelegen im Wald in einem ehemaligen Steinbruch.

Grundvoraussetzung für die Teilnahme war die Einwilligung aller Teilnehmer, für eine Woche auf sämtliche elektronischen Spielzeuge zu verzichten, um sich so voll und ganz auf die täglichen Herausforderungen in der Natur und der Gruppe zu konzentrieren.

Diese Konzentration war auch dringend notwendig, da die Teilnehmer für alle Abläufe des täglichen Lebens selbst verantwortlich waren. Oberstes Ziel dieser Maßnahme war das Erlernen, Einüben und Verbessern von sozialen Kompetenzen und lebenspraktischen Fähigkeiten. Dazu zählten alle alltäglichen Dinge wie Mahlzeiten zubereiten, Tisch decken, Abwaschen, Einkaufen, Feuerholz sammeln, etc., da die meisten warmen Mahlzeiten draußen auf dem offenen Feuer zubereitet wurden.

Neben diesen täglichen Aufgaben blieb natürlich auch noch genügend Zeit um sich ausgiebig in der Natur auszutoben: Schnitzen, Bogenbau, Geländespiele, Abseilen von einer alten Eisenbahnbrücke, Flußüberquerung mittels selbstgebauter Seilbahn, um nur einige Aktionen zu nennen.

Auffällig war, wie schnell die Kinder sich an die für sie fremde Umgebung und die ungewöhnlichen Abläufe und Notwendigkeiten angepasst hatten und dass anscheinend niemand einen Fernseher oder eine Spielekonsole vermißte.

Es gab in diesen fünf Tagen genügend Raum für eigene, kreative Spielideen und Problemlösungen, und es bleibt zu hoffen, dass es den Teilnehmer durch ihre Teilnahme und die dabei gemachten Erfahrungen gelingt, die erworbenen Kompetenzen in ihrem Alltag zu etablieren.

Uwe Lüngen / Markus Weinand